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Purpur Direktfärberei  
 

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Noch heute färben die Männer die handgesponnene Wolle vor allem für ihre Frauen, die daraus Wickelröcke weben, ihr traditionelles Kleidungsstück. Dazu verwenden die Frauen einen ganz einfachen Webrahmen, der aus sieben Hölzern besteht und mit einem Gurt befestigt wird, den sie sich ums Becken legen, den sogenannten Beckengurtwebstuhl.

Genau wie die Purpurfärberei hat diese Art des Webens eine Jahrhunderte lange Tradition. Die Purpurfäden wechseln ab mit Rot- und Blautönen, in genau festgelegter Reihenfolge. Die roten Fäden werden mit dem getrockneten Blut von Cochinelle-Läusen gefärbt, die blauen mit Indigo. Jedes Dorf hat sein eigenes Muster. Aber immer öfter werden auch hier keine Naturfarben, sondern synthetisch hergestellte Farben benutzt.

Der Film zeigt die unbekannten Färbe- und Webtechniken, zum ersten und vielleicht auch zum letzten Mal. Es ist unsicher, ob im nächsten Winter noch genügend Purpurschnecken da sind und die Färber sich erneut auf die lange Reise an die Küste machen, um ihr handgesponnenes Baumwollgarn zu färben. Trotz aller Gesetze zum Schutz der Purpurschnecken ist ihr Bestand stark zurückgegangen.

Beckengurt Weben (Mexiko), Purpur gefärbte Wolle

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