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Es wirkt wie Magie, etwa 10 Minuten dauert es bis sich aus dem nahezu farblosen Sekret, das die Schnecke nach entsprechender Reizung abspritzt, die Farbe Purpur entwickelt. Anfangs wird die Wolle, auf die der Naturfarbstoff gegeben wird, hellgrün, dann leicht blau und schließlich violett. Die Farb-Reaktion gelingt an der Luft, ohne jedes weitere Hilfsmittel, nur starkes Sonnenlicht wird benötigt. Direktfärberei nennen die Experten das.
Marta Turok, eine in Mexiko City lebende amerikanische Anthropologin, hat sich dafür eingesetzt, dass die „Purpura Pansa“ unter Schutz gestellt wurden. Nur 24 Männer haben heute die offizielle Genehmigung der mexikanischen Regierung, in den Buchten rund um den Urlaubsort Huatulco zu färben. Sie müssen bestimmte Regeln einhalten. So färben sie z.B. nur mit ausgewachsenen Meeresschnecken, die größer als 3 cm sind. Und mit dem erneuten Melken warten die erfahrenen Färber danach bis zum nächsten Neumond.
Die Färber sind Mixteken aus dem 200 km entfernten Dorf Pinotepa im Landesinnern. Seit Jahrhunderten kommen die Männer einmal im Jahr zum Färben an die Küste. Aber inzwischen immer seltener, die Ausbeute ist zu gering, das Färben lohnt sich nicht mehr für sie. Und die immer zahlreicher werdenden luxuriösen Hotels für Touristen versperren ihnen den Zugang. Wie früher am Strand zu übernachten, daran ist nicht mehr zu denken. |
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