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Purpur - Färben im
Schneckentempo
Dokumentarfilm von
Barbara Trottnow
Länge: 43 min
Regie: Barbara Trottnow
Kamera: Rüdiger Kortz
Montage: Armin Riegel
Musik: Georg Reichelt
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In Mexiko wird die Farbe Purpur auch heute noch aus Meeresschnecken gewonnen. „Purpura Pansa" heißen die vom Aussterben bedrohten Farbspender. An der felsigen Pazifikküste von Oaxaca werden sie von erfahrenen Färbern aufgespürt, die dann direkt vor Ort ihre handgesponnene Baumwolle färben. Eine längst verloren geglaubte Form der Naturfärberei.
Purpur ist die Farbe des Reichtums und der Macht, Kardinäle und Kaiser trugen sie, aber auch Kleopatra soll Purpur geliebt haben. Wenn man den mexikanischen Färbern zuschaut, versteht man schnell, warum es einst eine so exklusive und teure Farbe war. Um einen Strang Baumwolle Purpur zu färben, werden bis zu 300 Meeresschnecken benötigt. Sie aufzustöbern ist eine gefährliche Angelegenheit, nur bei Ebbe können die Färber sie in schwer zugänglichen Felsspalten finden. Die Purpurschnecken sind vom Aussterben bedroht, obwohl in Mexiko eine besonders 'tierfreundliche' Art der Färberei angewandt wird, die sich dort seit Jahrhunderten erhalten hat. Die Färber entlocken den Schnecken direkt vor Ort den kostbaren Farbstoff und lassen sie dann weiterleben. |