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Die Kinder von Anna Seghers, Ruth und Pierre Radvanyi erinnern sich im Film an ihre Mutter und erzählen, wie sie gearbeitet hat.
"Nach einer wahren Begebenheit berichtet von Anna Seghers” steht im Vorwort zum Drehbuch. Maria Einsmann kam 1919 zusammen mit ihrer Freundin Helene nach Mainz, nach der Trennung von ihrem Mann. Da sie als Frau keine Arbeit fand, versuchte sie es in ihrer Verzweiflung kurz entschlossen als Mann. Gleich die erste Bewerbung war erfolgreich, und danach bemerkte zwölf Jahre lang niemand den Geschlechtertausch. Die beiden Frauen gaben sich als Ehepaar aus, und als Helene zwei Kinder bekam, übernahm Maria beim Standesamt die Vaterschaft. Ihre Enttarnung sorgte 1931 für Schlagzeilen, das Foto der Familie Einsmann wurde wochenlang in einem Mainzer Fotoladen ausgestellt.
Gudrun Selent ist in der DDR aufgewachsen, sie arbeitete lange als Fräserin, vermeintlich ein Männerberuf, aber nach der Wende wurden die Frauen als erste entlassen. In ihrem Heimatort Altenburg sind 1995 drei von vier Arbeitslosen Frauen. Ihre Chance Arbeit zu finden ist so gering wie die von Maria 1919 oder Katharina 1932. Als alleinerziehende Mutter sind ihre beruflichen Aussichten besonders schlecht. Die Frauen in den neuen Bundesländern wehren sich inzwischen auf ihre Art, die Zahl der Geburten ist dort seit der Wende extrem gesunken. |
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