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Mit Wäschewaschen bringt Katharina ihre Familie durch. Anna Seghers läßt ihre Geschichte in Mainz im Krisenjahr 1932 spielen. Ihr Mann ist schon viele Jahre arbeitslos, als ihm ein Kriegskamerad einen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt vermittelt. Aber er ist schwer krank und stirbt auf der Fahrt zum Vorstellungsgespräch. Katharina zieht seine Kleider an, stellt sich im Bergwerk vor und wird als Wächter eingestellt. Nur so kann sie den Lebensunterhalt für ihre zwei Kinder verdienen. Erst viele Jahre später, nach einem tragischen Unfall, wird Katharina enttarnt.
Barbara Trottnow verfilmte erstmals Ausschnitte aus dem lange unbekannten Drehbuch “Hier gibt’s keine Katharina”, an Originalschauplätzen in Mainz, der Geburtsstadt von Anna Seghers. Im Rhein wurde eigens für die Aufnahmen eine “Wäschbrigg” nachgebaut, auf der die Frauen einst Wäsche gewaschen haben.
Anna Seghers wurde 1900 in Mainz geboren, nach dem Studium in Heidelberg ging sie nach Berlin, wo sie Laszlo Radvanyi heiratete. 1933 musste sie vor den Nazis nach Paris fliehen. Dort lebte sie im Vorort Bellevue, ihre Tochter Ruth war damals fünf, ihr Sohn Pierre sieben Jahre alt. Den Spagat zwischen Familie und Beruf schaffte sie oft nur, indem sie zum Schreiben in ein Café ging. Während dieser Zeit entstand auch ihr Roman “Das siebte Kreuz”. In der Geschichte der Katharina finden sich viele Bezüge zu ihrer eigenen schwierigen Lebenssituation. |
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