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Emine aus Incesu


Emine aus Incesu
Íncesu'lu Emine

Dokumentarfilm von
Barbara Trottnow


Kamera: Rüdiger Kortz
Schnitt: Armin Riegel
Musik: Mikail Aslan



Länge: 59 min

Deutsch / Türkisch
(englische Untertitel)

Emine war gerade 18 Jahre alt, als sie 1966 das türkische Dorf Incesu verließ, um allein zum Arbeiten nach Deutschland zu gehen. Erzählt wird die exemplarische Geschichte einer Migration, wie sie hunderttausendfach stattgefunden hat. Dabei beeindruckt besonders, wie offen und persönlich Emine ihre bewegende Lebensgeschichte erzählt. Es gibt den Film in deutscher und türkischer Sprachversion, auf der DVD kann zwischen beiden gewählt werden.

Incesu ist ein kleines Dorf mitten in Anatolien. Der Vater schickte Emine als Gastarbeiterin nach Deutschland, weil er hoffte, sie würde der Familie aus der Armut helfen. Sie konnte kaum lesen, schreiben und rechnen, da sie nur zwei Jahre lang die Schule besuchen durfte. Mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche machte sie sich auf die lange Reise. Medizinische Untersuchungen in Istanbul hatten ergeben, dass sie gesund und arbeitsfähig war.

In Deutschland wurden damals dringend Arbeitskräfte für das Wirtschaftswunderland gesucht. 1961 schloss die deutsche Regierung mit der Türkei ein Anwerbeabkommen, das viele Menschen aus ihren Dörfern in deutsche Fabriken lockte. Zwanzig Prozent der Arbeitsmigranten aus der Türkei waren in den ersten Jahren Frauen, die meisten kamen allein.


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